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Polnischer Entwicklungsfonds investierte in PESA Bydgoszcz

Polski Fundusz Rozwoju S.A. und PESA Bydgoszcz S.A. unterzeichneten einen Investitionsvertrag, kraft welchen sich der Polnische Entwicklungsfonds an der Finanzierung des größten Produzenten in der Eisenbahnbranche in Polen beteiligen wird. Das Ziel des Polnische Entwicklungsfonds ist die Übernahme der Kontrolle über PESA und danach die Stärkung und die Weiterentwicklung der Gesellschaft, insbesondere die Erhöhung ihres Exportpotenzials auf die europäischen Märkte. Der vom Polnischen Entwicklungsfonds verwaltete Fonds1 wird insgesamt den Betrag von 300 Mio. PLN in die Gesellschaft investieren und somit fast 100% der Gesellschaft übernehmen.

– Die Eisenbahnindustrie spielt im sog. Morawiecki-Plan eine besondere Rolle. Die Investition des Polnischen Entwicklungsfonds in PESA Bydgoszcz ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung dieses Sektors. Wir sind davon überzeugt, dass diese Investition für Polen positive soziale und wirtschaftliche Ergebnisse nach sich ziehen wird – sagte Paweł Borys, der Vorstandsvorsitzende des Polnischen Entwicklungsfonds. – Unser strategisches Ziel ist die weitere Konsolidierung des Eisenbahnsektors, sowohl in Polen als auch im Ausland, damit eine auf dem Weltmarkt bedeutende industrielle Gruppe aufgebaut wird und dann ein privater Partner gewonnen werden kann – fügte Paweł Borys hinzu.

Der Polnische Entwicklungsfonds wurde 2017 von der Gesellschaft PESA und ihren Gesellschaftern zum Geschäftsverfahren eingeladen, in welchem der Erwerb und die Erhöhung der Anteile an PESA vorgesehen war. Die Gesellschafter wählten das Angebot des Polnischen Entwicklungsfonds und danach, im Mai 2018, wurde der Vorvertrag über den Erwerb der Anteile unterzeichnet. Eine Genehmigung für die Abwicklung dieses Geschäfts wurde vom polnischen Amt für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz (UOKiK) erteilt.

– Wir arbeiten bereits seit 2 Jahren mit PESA zusammen und sind eine Gesellschaft, die die Anmietung von Schienenfahrzeugen anbietet, deshalb sind wir davon überzeugt, dass das Industrie- und Managerpotential der Gesellschaft eine gute Aussicht auf ihre langfristige Entwicklung in Polen und in den Auslandsmärkten gewährleistet. Unser Plan besteht darin, PESA als Marktführer auf dem polnischen Markt zu festigen und den Export zu steigern. Beim Wettbewerbsverfahren haben wir mit ausländischen Bietern aus der Branche gewonnen, die den Wert und das Potenzial von PESA ähnlich wie wir zu würdigen wissen. Das bestätigt auch, dass der Polnische Entwicklungsfonds als ein glaubwürdiger und erwünschter Investitionspartner wahrgenommen wird – sagte Marcin Piasecki, stellvertretender Vorstandsvorsitzender für Investitionsangelegenheiten beim Polnischen Entwicklungsfonds.

Die Investition in PESA Bydgoszcz zieht eine Änderung der Marktstrategie der Gesellschaft nach sich. PESA plant die Optimierung der Produktion durch die Erhöhung der Managementstandards und der Qualitätskontrolle. Es wird auch geplant, längere Serien zu produzieren. An die Wahl neuer Verträge wird selektiv herangegangen. Die neue Strategie setzt eine Intensivierung der Entwicklung auf Auslandsmärkten voraus, wie u.a. in Italien, Deutschland, Tschechien und Rumänien. Geplant ist ebenfalls die Diversifizierung des Produktangebots im Bereich der Schienenfahrzeuge (Eisen- und Straßenbahn) und des Services.

– PESA ist ein Unternehmen, das auf 160 Jahre Geschichte zurückblickt. Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich die Firma von einer Reparaturwerkstatt für Schienenfahrzeuge in einen modernen Hersteller von Schienenfahrzeugen umgewandelt. Dank den Bemühungen und Kompetenzen der Mitarbeiter der Gesellschaft ist es uns gelungen, eine starke Position auf dem Binnenmarkt zu gewinnen und erfolgreich auf dem europäischen Markt zu konkurrieren. Jetzt braucht PESA eine Neueröffnung mit einem finanziell starken Investor an der Seite, der die Weiterentwicklung der Gesellschaft zu gewährleisten fähig ist. Es ist ein wichtiger Tag und ich bin davon überzeugt, dass sowohl wir, die bisherigen Gesellschafter, als auch die Mitarbeiter zuversichtlich in die Zukunft blicken können – sagte Zygfryd Żurawski, der Vorsitzende der Pesa Holding, der Vertreter der Gesellschafter.

– In den letzten Monaten fand eine Restrukturierung der Gesellschaft statt, es wurden Maßnahmen ergriffen, die darauf fokussiert waren, einen Investor zu gewinnen und die Finanzierung zu gewährleisten. Während dieses schwierigen Prozesses ist es am wichtigsten, zu zeigen, dass es sich lohnt, in das Unternehmen zu investieren, dass sich die Mitarbeiter zu mobilisieren wissen und ihre Fähigkeit zu Änderungen, zur Abwicklung von Verträgen, zur Qualitätsverbesserung und zum Erzielen besserer finanzieller Ergebnisse bestätigen. Trotz der schwierigen finanziellen Lage waren wir imstande, die Verträge durchzuführen. Unter anderem gelang es uns, eine Zulassung für Eisenbahnfahrzeuge für die DB zu erhalten und die ersten PESA-Links befördern bereits Fahrgäste des deutschen Eisenbahnnetzes. Ich bin davon überzeugt, dass PESA eine gute Investition ist – sagte Krzysztof Sędzikowski, der Vorstandsvorsitzende von PESA Bydgoszcz SA.

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